A bis Z – das Gärtner-Wissen.
Mit Fachwissen punkten, zeigt Dein Interesse und Deine Motivation an der Ausbildung zum Gärtner.

Ausdauernde Pflanzen

Unter ausdauernden Pflanzen werden Pflanzen verstanden, die länger als zwei Jahre überstehen. Die Stängel und Triebe sind krautig, verholzen aber nicht. In vielen Fällen ziehen sie sich im Winter in den Boden in sogenannten Rhizomen oder Zwiebeln zurück und lassen den oberirdischen Teil absterben. Beispiel: Hosta, Delphinium, Dicentra.

Aussaat

Als Aussaat wird die Ausbringung von Saatgut verstanden, die über verschiedene Wege erfolgen kann. Wichtige Faktoren dabei sind die Boden- und Lichtverhältnisse, die Saatzeit, die Saatqualität und die vorangegangene Bodenbearbeitung. Aus den Samen des Saatgutes keimen Sämlinge, die zu jungen Pflanzen heranwachsen.

Bestäubung

Unter Bestäubung wird die Übertragung des Pollens (des Blütenstaubs, der Pollenkörner) mit den darin befindlichen Spermienzellen auf das empfängliche weibliche Blütenorgan verstanden. Die Bestäubung kann natürlich über Insekten (Hummeln, Bienen, Schmetterlinge) und Wind oder aber auch durch menschliches Handeln geschehen.

Biologischer Pflanzenschutz

Beim biologischen Pflanzenschutz wird bei der Bekämpfung von Schädlingen oder Schaderregern auf chemische Mittel verzichtet. Der Schutz ist vorranging präventiv und auf die Stärkung der Pflanzen ausgerichtet. Für einen biologischen Pflanzenschutz können z.B. Pflanzenstärkungsmittel oder Nützlinge eingesetzt werden.

Botanik

Die Botanik (Pflanzenbiologie) als Teilgebiet der Biologie befasst sich mit dem Lebenszyklus, Stoffwechsel, Wachstum und Aufbau von Pflanzen. Ursprünglich entstand die Biologie daraus, essbare oder medizinisch wertvolle Pflanzen von giftigen zu unterscheiden.

Botanische Pflanzennamen

Botanische Namen bezeichnen den wissenschaftlichen Namen von Pflanzen. Die botanischen Namen ermöglichen eine international verständliche Kommunikation über Pflanzen, Insekten, Säugetiere etc. Die sogenannte Nomenklatur geht zurück auf Carl von Linné und besteht aus Gattungs- und Artnamen.

Dünger

Dünger sind Mineralstoffe, die das Nährstoffangebot der Pflanzen ergänzen sollen. Da Nährstoffe nicht immer in optimal verwertbarer Form und Menge im Boden vorhanden sind, müssen sie vom Menschen ergänzt werden, um die Gesundheit der Pflanze zu gewährleisten. Dünger gibt es in organischer (Stallmist, Kompost uvm.) und anorganischer (Mineraldünger) Form.

Einjährige Pflanzen

Einjährige Pflanzen, auch annuelle Pflanzen genannt, überstehen nur eine Vegetationsperiode. In dieser Periode finden Keimung, Ausbildung, Befruchtung und Bildung des neuen Samens statt. Danach stirbt die Pflanze wieder ab. Beispiel: Thunbergia, Calendula, Tagetes.

Freiland

Beim Freilandanbau werden die Pflanzen draußen im Freien angebaut. Dort sind die Pflanzen den Witterungen ausgesetzt, weswegen nur robuste Kulturen dafür verwendet werden. Im Freilandanbau besteht oft die Gefahr von Spätfrost, zu viel Regen und Fraßschäden durch Tiere.

Frosttrocknis

Die Frosttrocknis, auch Winterdürre genannt, kommt gerade bei sonnigen, schneearmen und frostigen Tagen im Winter vor und bezeichnet einen Schaden durch witterungsbedingten Wassermangel. Durch die Transpiration benötigt die Pflanze Wasser, die sie allerdings nicht aus dem Boden ziehen kann, da das Wasser gefroren ist. Besonders betroffen sind winter- oder immergrüne Pflanzen, die im Winter sonnenexponiert stehen.

Gehölze

Gehölze sind mehrjährige Pflanzen, bei denen der oberirdische Teil verholzt ist. Bilden sie einen Stamm aus, handelt es sich um Bäume. Bilden sie keinen Stamm, sind es Sträucher. Unterschieden werden können Gehölze in Laub- und Nadelgehölze und in laubabwerfende und immergrüne Gehölze. Weitere Informationen unter www.hortipendium.de

Generative Vermehrung

Unter generativer Vermehrung wird die Vermehrung von Pflanzen, die auf geschlechtlicher Fortpflanzung beruht, verstanden. Durch die Kombination des genetischen Materials zweier Pflanzen entstehen dabei in der Folgegeneration, die auch Tochtergeneration genannt wird, neue einzigartige Pflanzen. Diese Generation unterscheidet sich genetisch von den Mutterpflanzen. Das Produkt der generativen Vermehrung ist der Pflanzensamen, auch Saatgut genannt, aus dem wiederum neue Pflanzen entstehen. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Immergrün

Zu den immergrünen Pflanzen zählen Sträucher, Bäume und Stauden, die ihre Blätter oder Nadeln mehrere Jahre behalten. Grundsätzlich gelten Pflanzen als immergrün, wenn Nadeln oder Laub mindestens zwei Jahre lang grün am Zweig sitzen. Das Abwerfen erfolgt nicht gleichzeitig, da laufend neue Nadeln gebildet werden. Damit wirken die Pflanzen immergrün. Die Einteilung darf allerdings nicht strikt vorgenommen werden, da die Eigenschaft immergrün oder wintergrün stark vom Klima des Standortes abhängt. So kann es sein, dass Pflanzen in Mitteleuropa wintergrün, im mediterranen Bereich allerdings immergrün sind.

In-vitro-Vermehrung

Die In-vitro-Vermehrung, auch Gewebekultur genannt, bezeichnet eine Art der vegetativen Vermehrung. Dabei handelt es sich um die Verpflanzung von mikrobiellen Pflanzenteilen auf sterilisierten Nährboden. Eine Pflanzenart, die hauptsächlich über diesen Weg vermehrt wird, sind die Orchideen. Durch diese Vermehrungsmethode können innerhalb relativ kurzer Zeit sehr viele genetisch identische Pflanzen vermehrt werden.

Integrierter Pflanzenschutz

Beim Integrierten Pflanzenschutz soll die Anwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln auf das Notwendigste beschränkt werden. Dafür werden viele verschiedene Maßnahmen kombiniert, um vorbeugend die Pflanze zu stärken. D.h. biotechnische und physikalische Anbau- und Kulturmaßnahmen, sowie der biologische Pflanzenschutz stehen im Vordergrund. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Jungpflanzen

Jungpflanzen sind junge, kleine Pflanzen, die weiter verarbeitet, verpflanzt oder getopft werden.

Kultivieren

Unter dem Kultivieren wird das Anbauen und Pflegen von Pflanzen bis zum gewünschten Stadium (Jungpflanze, verkaufsfertige Ware, Mutterpflanze) in Gärtnereien verstanden.

Kulturen

Unter Kulturen werden unterschiedliche Pflanzenarten verstanden, die in einem Gartenbaubetrieb angebaut werden. Betriebe mit vielen verschiedenen Pflanzenkulturen werden als „Sortimentsgärtnereien“ bezeichnet. Betriebe mit nur wenigen unterschiedlichen Kulturen „Monokulturbetriebe“.

Mutterpflanzen

Mutterpflanzen werden in der Anzucht von Stauden, Zier- und Gemüsepflanzen genutzt.Von den Mutterpflanzen werden spezielle Pflanzenorgane, wie Stecklinge, Risslinge, Zwiebeln, Ableger etc. abgenommen und verpflanzt. Wichtig bei der Verwendung von Mutterpflanzen ist -unter anderem- dass diese gesund und sortenecht sind.

Mutterpflanzenquartier

Ein Mutterpflanzenquartier ist eine Fläche, auf der Pflanzen wachsen, die der Vermehrung dienen. Die Fläche ist funktional angelegt und verfolgt keinen ästhetischen Zweck. Solch eine Fläche befindet sich meistens in Staudengärtnereien.

Nützling

Nützlinge sind meist Spinnentiere oder Insekten, die tierische Schädlinge als Nahrung oder Wirt benutzen und somit den Schaden minimieren bzw. verhindern. Zu den wichtigsten Arten gehören der Laufkäfer (Carabidae), Marienkäfer (Coccinellidae), Florfliegen (Neuroptera), Schwebfliegen (Syrphidae), Schlupfwespen (Ichneumonoidea) und Gallmücken (Itonididae). Nützlinge können in verschiedenen Fachbetrieben in Deutschland oder im Ausland gekauft werden. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Obstbaumschnitt

Beim Obstbaumschnitt werden überflüssige Triebe entnommen und der Baum verjüngt. Durch den Schnitt, der hauptsächlich im Frühjahr erfolgt, wird der Blütenreichtum und somit auch die Erntemenge gesteigert. Der Obstbaumschnitt wird hauptsächlich im professionellen Anbau vorgenommen. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Pflanzennährstoffe

Nährstoffe sind Stoffe, die für die Versorgung der Pflanze eine große Bedeutung haben. Hauptnährstoffe sind die nicht mineralischen Nährstoffe: Wasser (H2O), Luft und die mineralischen Nährstoffe: Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) Magnesium (Mg), Calcium (Ca) und Schwefel (S). Darüber hinaus gibt es die Spurennährstoffe, welche die Pflanze in nur sehr kleinen Mengen benötigt. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Pflanzenschutz

Unter Pflanzenschutz, auch Phytomedizin genannt, wird die biologische, mechanische und chemische Bekämpfung von Schädlingen und Schaderregern verstanden. Für die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln wird ein Sachkundenachweis benötigt. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Photosynthese

Unter Photosynthese wird der Prozess der Umwandlung von Wasser und Kohlenstoffdioxid in Glucose und Sauerstoff unter dem Einfluss von Sonnenstrahlen und Chlorophyll verstanden. Chlorophyll ist ein grüner Blattfarbstoff, der Sonnenstrahlen aufnehmen und zu Energie umwandeln kann. Dieser Prozess geschieht in den pflanzlichen Zellen und ist ein wichtiger Prozess der Energie- und Stoffumwandlung.

Pikieren

Unter Pikieren wird die Vereinzelung junger Pflanzen, die durch die Keimung eines Samens entstanden sind, auf eine größere Fläche verstanden. Durch die Verpflanzung haben sie wieder Platz, um zu wachsen. Pikiert wird mit einem Pikierstab oder einem ähnlichen Hilfsmittel. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Rhizom

Ein Rhizom ist eine unterirdische, horizontal wachsende Sprossachse (keine Wurzel!), auch „Erdspross“ genannt, welches zur Nährstoffspeicherung, Überwinterung und Vermehrung der Pflanze dient. Dieses System wird von vielen krautigen Pflanzen (Stauden) ausgebildet.

Rücken

Unter Rücken wird das Erweitern des Abstandes zur nächsten Pflanze verstanden. Vor allem im Winter müssen die Pflanzen zur Vermeidung von Pilzinfektionen, nicht nur aufgrund der hohen Luftfeuchte zwischen den Pflanzen, sondern auch aufgrund des Lichtmangels gerückt werden.

Saatgut

Als Saatgut werden trockene, ruhende, generative Fortpflanzungsorgane wie Samen, Früchte, Scheinfrüchte, Fruchtstände oder Teile davon bezeichnet. Sie enthalten die vollständige Keimanlage der Pflanzen. Bei trockener und kühler Lagerung behält das Saatgut teilweise über viele Jahre die Keim- und Triebkraft.

Sämling

Ein Sämling ist eine aus einem Samen durch Keimung entstandene junge Pflanze. Die Keimung kann durch verschiedene Faktoren wie z.B. Licht, Feuchtigkeit oder Temperatur beeinflusst werden. Durch verschiedene Kulturmaßnahmen wird die gekeimte Pflanze dann herangezogen. Die junge Pflanze ist in diesem Stadium noch sehr schwach und empfindlich.

Schaderreger

Unter Schaderreger werden Bakterien und Viren verstanden, die Pflanzen als Nahrung oder als Wirt ansehen und sie dadurch schädigen. Diese Erreger können biologisch oder chemisch bekämpft werden. Wichtig bei der Bekämpfung dieser Schaderreger ist die Hygiene im Betrieb, sodass sich diese nicht weiterverbreiten. Bei der Bekämpfung der Schädlinge handelt der Gärtner nach dem Prinzip des integrierten Pflanzenschutzes.

Schädling

Schädlinge sind Organismen, die Pflanzen schwächen oder komplett zerstören können. Sie verursachen dem Anbauer einen wirtschaftlichen Schaden. Schädlinge können entweder biologisch, mechanisch oder auch chemisch bekämpft werden. Der Gärtner achtet im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes darauf, den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln auf das Nötigste zu beschränken.

Schaugärten

Schaugärten orientieren sich an ästhetischen Gesichtspunkten der Verwendung von Stauden, Gehölzen und speziellem Ziergemüse. Diese Gärten sind meistens für die Bevölkerung öffentlich zugänglich, manche sind aber auch in privater Hand.

Sommerblumen

Sommerblumen sind krautige Pflanzen, die in den Sommermonaten Ende Juni bis August/September blühen. Die Blütezeit ist stark von der Temperatur und Sonnenstrahlung abhängig, sodass Abweichungen vom genannten Zeitraum möglich sind. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Sommergrün

Zu den sommergrünen Pflanzen gehören Sträucher und Bäume, bei denen im Frühjahr Blätter austreiben, über den Sommer grün sind und im Herbst mit der Herbstfärbung den Zyklus abschließen. Danach fallen sie in eine Art Winterruhe mit einem sehr niedrigen Stoffwechsel. Auch viele krautige Pflanzen (Stauden) gehören zu den sommergrünen Pflanzen.

Stauden

Stauden sind mehrjährige, krautige Pflanzen deren oberirdische Pflanzenteile im Gegensatz zu Bäumen und Sträuchern nicht verholzen. Im Herbst sterben die oberirdischen Teile der Pflanze ab, während der Wurzelstock im Boden in Winterruhe geht. Überwintert wird je nach Art in Form von Rhizomen, Knollen oder Zwiebeln. Nach dem Winter treiben sie dann wieder aus und beginnen zu blühen. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Steckholz

Steckhölzer sind eine Art der vegetativen Vermehrung bei Gehölzen. Dafür werden einjährige, ausgereifte, blattlose Triebe verwendet. Die Entnahme erfolgt zwischen Herbst und Frühjahr, bevor die Äste wieder beginnen auszutreiben. Anschließend werden die Steckhölzer gepflanzt und weiter kultiviert. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Stecklinge

Bei der Anzucht von Stauden, Zier- und Gemüsepflanzen werden Stecklinge innerhalb der vegetativen Vermehrung, bei einer Mutterpflanze entnommen und durch kulturtechnische Verfahren zum Bewurzeln gebracht. Bei Stecklingen wird zwischen Kopfstecklingen, Teilstecklingen, Blattgliedstecklingen, Blattstecklingen, Blattstückstecklingen, Stammstecklingen und Risslingen unterschieden. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Substrat

Substrat ist ein Nährboden, auf dem bestimmte Lebewesen wachsen können. Er besteht aus unterschiedlichen Ausgangsmaterialien und wird als Erdmischung industriell verkauft. Dabei wird in Einheitserde oder Spezialerde, wie beispielsweise Hortensienerde, unterschieden. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Topfmaschine

Mit einer Topfmaschine können Jungpflanzen halbautomatisch bis vollautomatisch eingetopft werden. Sie besteht aus einem Erdbehälter und einem Förderband, das die Erde in die Töpfe leitet. Die Töpfe befinden sich in einem Magazin und rutschen der Reihe nach auf z. B. ein Rundsystem. Nachdem die Töpfe befüllt wurden, werden mit einem Bohrsystem Löcher für die Pflanzen gebohrt. In die vorgebohrten Löcher setzen dann Menschen oder Roboter die Jungpflanzen rein und drücken sie abschließend fest.

Torf

Torf ist eine organische Ablagerung von überwiegend abgestorbenen, humifizierten Pflanzenorganen, welches in Mooren entsteht. Je nach Entstehung kann zwischen Niedermoortorf und Hochmoortorf unterschieden werden. Torf besitzt eine große wirtschaftliche Bedeutung und wird deshalb an vielen Stellen abgebaut. Für den deutschen Gartenbaumarkt wird Torf hauptsächlich aus dem Baltikum bezogen. Da Torf ein begrenzter Rohstoff ist, gerät der Abbau immer mehr in Kritik.

Trieb

Unter einem Trieb wird bei mehrjährigen Pflanzen, wie Stauden oder Sträuchern, der jährliche Zuwachs von Pflanzenorganen verstanden. Triebe können entweder an Ästen und Zweigen entstehen oder unterirdisch aus dem Boden wachsen.

Umtopfen

Beim Umtopfen werden Pflanzen in der Regel von einem kleineren Topf in einen größeren Topf umgepflanzt. Dadurch hat die Pflanze wieder mehr Platz und kann weiter wachsen. Der Zeitpunkt des Umtopfens hängt von der Kultur und dem Wachstum ab. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de/umtopfen

Unkraut

Unter Unkraut werden Pflanzen verstanden, die unerwünscht in Kulturpflanzenbeständen, Grünland oder Gartenanlagen wachsen. Unkräuter entstehen oftmals aus zugeflogenen Samen oder Wurzelausläufern. Ebenfalls gängig ist die Bezeichnung „Wildkräuter“. Weitere Informationen unter www.hortipendium.de/unkraut

Unterglasanbau

Beim Unterglasanbau werden Pflanzen in einem Gewächshaus angebaut. So können die Pflanzen in einer geschützten und kontrollierbaren Umgebung heranwachsen. Hauptsächlich Gemüse- und Zierpflanzen werden im Unterglasanbau kultiviert. Durch den klimatisch steuerbaren Anbau können die Pflanzen termingerecht produziert werden.

Vegetative Vermehrung

Die vegetative Vermehrung ist eine Form der ungeschlechtlichen Vermehrung von Pflanzen, d.h. dass es zu keiner Verschmelzung von Geschlechtszellen kommt. Für diese Vermehrung dienen Pflanzenteile, die von einer Ursprungspflanze (Mutterpflanze) gebildet werden. Die Tochtergeneration unterscheidet sich in ihrem genetischen Material nicht von der Muttergeneration. Beispiele für eine vegetative Vermehrung sind Zwiebeln, Knollen, Stecklinge, Risslinge, Veredlung und Kindel. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Veredlung

Die Veredlung ist eine Vermehrungsmethode, die zur Anzucht von Gehölzen genutzt wird. Bei der Veredlung wird eine Unterlage mit einem Reiser verbunden. Somit besteht das veredelte Gehölz aus verschiedenem genetischem Material. Je enger die Verwandtschaft zwischen Unterlage und Edelreis ist, umso wahrscheinlicher ist das Zusammenwachsen der Veredelungspartner. Die Unterlage hat meistens die gewünschten Eigenschaften zu Wüchsigkeit und Krankheitsresistenz. Der Reiser trägt die gewünschten Eigenschaften zu Formen, Farben und Früchten. Mehr Informationen unter www.hortipendium.de

Wechselbepflanzung

Bei der Wechselbepflanzung werden jahreszeitlich die Pflanzen auf den Beeten, Gräbern oder von Kübeln ausgetauscht. Somit kann beispielsweise in vier verschiedenen Themen (Frühjahr, Sommer, Herbst, Winter), aber auch für besondere Feiertage, gestaltet und gepflanzt werden. Dabei wird auf Farben und Symbolik aber natürlich auch auf die Pflanzenbedürfnisse Rücksicht genommen.

Wintergrün

Zu den wintergrünen Sträuchern, Bäumen und Stauden gehören solche, die im Frühjahr neue Blätter austreiben und diese über den Sommer, Herbst und den Winter tragen. Sie verlieren die Blätter erst zum Ende des Winters beziehungsweise spätestens beim neuen Laubaustrieb im nächsten Frühjahr. Sie sind somit ein ganzes Vegetationsjahr grün. Die Einteilung darf allerdings nicht strikt vorgenommen werden, da die Eigenschaft immergrün oder wintergrün stark vom Klima des Standortes abhängt. So kann es sein, dass Pflanzen in Mitteleuropa wintergrün, im mediterranen Bereich allerdings immergrün sind.

Zierpflanzen

Zierpflanzen sind vom Menschen gezüchtete Pflanzen, die in Zierpflanzengärtnereien kultiviert und verkauft werden. Zu den Zierpflanzen gehören im Zierpflanzenbau (blühende Topfpflanzen, Blatt- und Grünpflanzen, Schnittblumen, Beet- und Balkonpflanzen).

Züchten

Unter Züchten versteht man, dass aus Wildpflanzen mit Hilfe vom menschlichen Zutun Kulturpflanzen entstehen. Diese Kulturpflanzen unterscheiden sich unter anderem -abhängig vom erwünschten Züchtungsziel durch gesunde Pflanzen, ein größeres Blütenfarbenspektrum, einer erhöhten Blütenpracht oder größere Früchte von der Urform der Pflanze.