Gärtner: Verkaufen und Beraten

 

Du bist für Deine gute Laune bekannt und gehst gerne auf andere Menschen zu? In der Schule erlag selbst der sprödeste Lehrer Deinem Charme? Du hast ein Auge für Details und ein Händchen fürs Dekorieren? Willkommen im Gärtner-Team „Verkaufen und Beraten“! Dieser Ausbildungsschwerpunkt ist wie für Dich gemacht!

Gärtner: Verkaufen und Beraten – was machen die?

Es gibt Gärtner, die sind Meister ihres Fachs! Ihre Pflanzen sind die Prächtigsten unter den Prächtigen und eigentlich müsste ihnen die Ware geradezu aus den Händen gerissen werden. Dumm nur, wenn keiner von der Existenz dieser Wahnsinnspflanzen erfährt, oder sie im Geschäft lieblos aufgereiht in einer dunklen Ecke stehen.

 

Glücklicherweise bietet der Beruf Gärtner aber allen Platz: Den Gärtnern, die am liebsten still vor sich hinarbeiten und lieber mit ihren Pflanzen sprechen als mit Kunden. Und denjenigen, die im Gespräch mit anderen Menschen regelrecht aufblühen, die gerne innovative Verkaufsideen entwickeln oder mit ihren attraktiven Arrangements im Laden die Kunden begeistern und zum Kauf animieren. Das sind die Gärtner mit dem Ausbildungsschwerpunkt „Verkaufen und Beraten“.

 

Gärtner, die den Ausbildungsschwerpunkt „Verkaufen und Beraten“ gewählt haben, sind Experten in Sachen Marketing:

 

  • Kreative Köpfe, die genau wissen, mit welchen Werbeaktionen sie ihre Kundschaft erreichen und in die Verkaufsräume locken.
  • Verführungskünstler mit der wunderbaren Fähigkeit, andere mit ihrer Begeisterung anzustecken und zum Kauf zu animieren. Zum Beispiel durch eine ausgeklügelte Wegeführung, eine stimmungsvolle Warenpräsentation und clever platziertes Zubehör.
  • Kommunikationstalente, die ihre Kunden in allen gärtnerischen Fragen freundlich und kompetent beraten, sie über Serviceangebote und Dienstleistungen informieren und ihnen ein Gefühl des Vertrauens und der Zufriedenheit vermitteln.

Gärtner: Verkaufen und Beraten – wo arbeiten die?

Gärtner mit Ausbildungsschwerpunkt „Verkaufen und Beraten“ sind durch die Verbindung Pflanzen und Marketing so breit aufgestellt, dass ihr Wissen nahezu in jedem Betrieb der grünen Branche gut gebraucht werden kann.

 

In der Praxis sind die meisten Gärtner mit diesem Ausbildungsschwerpunkt vor allem in drei Betriebsformen anzutreffen: in Einzelhandelsgärtnereien, in EinzelhandelsBaumschulen und in familiengeführten Gartencentern.

 

Der Arbeitsbereich von Gärtnern mit Ausbildungsschwerpunkt „Verkaufen und Beraten“ umfasst nicht weniger als den ganzen Betrieb:

 

  • Im Büro werden beispielsweise Werbeaktionen geplant und entsprechende Kundeninformationen erstellt, oder es werden die Vor- und Nachteile möglicher Serviceangebote diskutiert.
  • Auf den Verkaufsflächen entstehen stimmungsvolle Themenlandschaften, die zur Mitnahme möglichst vieler Artikel anregen sollen. Hier bist Du als Gärtner mit Ausbildungsschwerpunkt „Verkaufen und Beraten“ Ansprechpartner für alle erdenklichen Fragen.
  • Viele Betriebe bieten ihren Kunden auch in eigenen Schaugärten oder auf Schaubeeten Inspiration in Sachen Gartengestaltung und Pflanzenverwendung.

Nicht zuletzt dürfen auch die Verkaufsspezialisten nie den Draht zur Pflanze verlieren, denn auf Fragen zur Qualität und Pflege müssen sie ebenso kompetent antworten können wie etwa zur Frage, unter welchen Bedingungen die Pflanzen produziert wurden.

Klingt super! Wie werde ich Gärtner mit Schwerpunkt „Verkaufen und Beraten“?

Wer sich für den Ausbildungsschwerpunkt „Gärtner: Verkaufen und Beraten“ entscheidet, beschäftigt sich in der Ausbildung neben der Pflanzenproduktion auch intensiv mit allen Themen, die den Pflanzenverkauf betreffen. Entsprechend solltest Du für diesen Ausbildungsschwerpunkt neben einem grundsätzlichen Interesse an Pflanzen auch ein freundliches, offenes Wesen haben und gerne auf Menschen zugehen. Wer eine kreative Ader besitzt oder sich für Marketingfragen interessiert, ist hier ebenfalls richtig.

Grundsätzlich gilt für eine gärtnerische Ausbildung, ob als Zierpflanzengärtner, Staudengärtner oder Baumschulgärtner: Je höher Deine schulische Qualifikation, desto größer ist meist auch Deine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Wer bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen oder einen höheren Schulabschluss wie Fachabitur und Abitur hat, kann die Ausbildungszeit auf zwei Jahre verkürzen.

Wie läuft die Ausbildung zum Gärtner mit Schwerpunkt „Verkaufen und Beraten ab?

Der Ausbildungsschwerpunkt „Verkaufen und Beraten“ wird vorrangig von angehenden Zierpflanzengärtnern, Staudengärtnern und Baumschulgärtnern gewählt.

Er setzt inhaltliche Schwerpunkte im Rahmen der normalen Ausbildung zum Zierpflanzengärtner, Staudengärtner oder Baumschulgärtner und dauert in der Regel drei Jahre.

Was verdient ein Gärtner mit Schwerpunkt „Verkaufen und Beraten“?

Das Gehalt während Deiner Gärtnerausbildung mit dem Schwerpunkt „Verkaufen und Beraten“ hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa von der Ausbildungsdauer und vom Bundesland, in dem Du Deinen Ausbildungsplatz antrittst.

In der Tabelle sind die durchschnittlichen Ausbildungsvergütungen angegeben.

Alle Bundesländer (außer Thüringen):

  1. Ausbildungsjahr durchschnittlich 615 Euro
  2. Ausbildungsjahr durchschnittlich 687 Euro
  3. Ausbildungsjahr durchschnittlich 763 Euro

Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung hängt das Gehalt eines Gärtners mit Ausbildungsschwerpunkt „Verkaufen und Beraten“ vom Aufgabengebiet und dem Anspruch der Tätigkeiten ab sowie vom Betrieb selbst. Berufseinsteiger verdienen jährlich zwischen 24.000 und 28.000. Die Spanne kann beträchtlich sein, insbesondere, wenn Du die vielfältigen Fortbildungsmöglichkeiten nutzt, kannst du Deinen Lohn um ein paar hundert Euro erhöhen. Bis zu 34.000 Euro brutto kannst Du so verdienen. Mit bestandener Meisterprüfung [Meister] sind sogar bis zu 42.000 Euro drin.

Ausbildung zum Gärtner fertig – und dann?

Gärtner mit Ausbildungsschwerpunkt „Verkaufen und Beraten“ sind sehr gefragt, denn sie vereinen Pflanzenkenntnisse mit Know-How in Sachen Marketing, kennen die aktuellen Verbrauchertrends und beeinflussen maßgeblich den Verkaufserfolg. Derartige speziell ausgebildete Experten fehlten der Branche lange Zeit, entsprechend groß ist die Nachfrage vonseiten der Einzelhandelsgärtner, der Gartencenter sowie der EinzelhandelsBaumschulen. Vielleicht hast Du während Deiner Ausbildung auch Lust auf mehr bekommen und möchtest eines Tages selbst einen Betrieb übernehmen oder aufbauen? Oder Du würdest mit einem Studium gerne noch tiefer in die Materie einsteigen, hast aber keine Hochschulreife? Macht nix, dank zahlreicher Möglichkeiten zur Fortbildung und Weiterbildung stehen Dir viele Wege offen.

Immer eine gute Idee: Mach ein Praktikum!

Die allermeisten Betriebe freuen sich sehr über Dein Interesse und geben Dir gerne die Gelegenheit, in ihren Arbeitsalltag hineinzuschnuppern. Haben beide Seiten das Gefühl, dass es passt, springt dabei auch ganz schnell mal ein Ausbildungsplatz heraus. Finde jetzt Deinen Betrieb in Deiner Nähe!

Gärtner „Verkaufen und Beraten“: Mein Arbeitsplatz, mein Team, meine Maschinen

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