Obstbau: Viel Spaß mit frechen Früchtchen

Das erwartet Dich:

Boden maschinell bearbeiten und pflegen

Pflanzgut beurteilen und auswählen

Obstgehölze in Form bringen und veredeln

Obstanlagen pflegen

Obst ernten und sortieren

Obst transportgerecht verpacken, vermarkten oder lagern

Kunden informieren und beraten

Beruf mit Zukunft

Süße Beeren, knackige Äpfel und rot glänzende Kirschen: Frisches Obst ist immer gefragt – und Gärtner der Fachrichtung Obstbau sorgen dafür, dass der Nachschub nie ausgeht. Sie wissen genau, welche Nährstoffe Obstgehölze und Beerensträucher wann brauchen, damit sie möglichst viele der ebenso gesunden wie leckeren Früchte tragen. Auch in die Geheimnisse des richtigen Schnitts sind sie eingeweiht – was ihnen die Bewunderung vieler Hobbygärtner einbringt. Rund ums Jahr warten in den Obstbaumquartieren vielseitige und anspruchsvolle Arbeiten – und das in einem tollen Umfeld: Im Frühling beispielsweise sind die Obstgärtner unter blütengeschmückten, herrlich duftenden Bäumen unterwegs, um die Gehölze auf Schädlingsbefall zu kontrollieren. Notfalls können sie dann rechtzeitig geeignete,  umweltschonende Gegenmaßnahmen einleiten – zum Beispiel Marienkäferlarven und andere Nützlinge in der Obstanlage zu verteilen, die Blattläuse und Co. zum Fressen gern haben.

Experte auf vielen Gebieten

Vom Sommer bis in den Herbst hinein heißt es für das ganze Team ernten, was das Zeug hält – der perfekte Job für Naschkatzen. Dabei kommen je nach Obstart spezielle Maschinen zum Einsatz oder es wird von Hand gepflückt und sortiert. Die Obstexperten bereiten die Früchte aber nicht nur für den Transport und Verkauf vor. Damit die Menschen auf dem Wochenmarkt und im Supermarkt das ganze Jahr über Obst aus heimischem Anbau kaufen können, wird ein Teil der Ernte eingelagert. Dank des Fachwissens der Gärtner halten Äpfel, Birnen und Zwetschen im Lager viel länger als beim Verbraucher zuhause – man muss nur die richtigen Tricks kennen und anwenden.

Pimp my Apfelbaum

Im Herbst ist außerdem Pflanzzeit für neue Obstgehölze. Hierfür muss sich der Gärtner im Obstbau überlegen, welche Sorten er anbauen möchte – es gibt nämlich viel mehr, als man denkt, und jede schmeckt ein bisschen anders. Außerdem erkennt er nach entsprechender Übung auf den ersten Blick, ob eine Pflanze von guter oder schlechter Qualität ist. Das ist auch deshalb wichtig, weil viele Betriebe ihre Gehölze selbst vermehren oder veredeln. Mit dem Veredeln beschäftigt man sich meist im Winter. Diese Arbeit erfordert viel Geschick, denn aus zwei verschiedenen Pflanzen „bastelt“ der Gärtner ein neues Gehölz – sozusagen eine getunte Version. Nur dass Obstbäume viel besser riechen als schmutzige Motoren.

Film: Der Obstbauer